Um größere Massen von beispielsweise  einen Zentner (50 Kilogramm) wiegen zu können, benötigte sowohl eine Tafelwaage als auch eine große Balkenwaage einen entsprechend schweren Wägesatz.  Das erwies sich als schwierig und unpraktikabel. Die Dezimalwaage wurde erfunden. Sie ist so gebaut, dass der Wägesatz nur den zehnten Teil des Gewichts, der zu wiegenden Last, haben muss.

Die genaue Analysewaage, präzise und edel

Im Labor, in der Goldschmiede oder in der Apotheke waren empfindliche Waagen nötig. Die Analysewaage wurde erfunden, welche genauer als ein Milligramm messen konnte. Diese ersten Präzisionswaagen befanden sich meist in einem Kasten. Sie waren sehr empfindlich. Schon ein Hauch von einem Luftzug konnte das Ergebnis der Wägung verfälschen. Die Analysewaagen waren handwerkliche Meisterwerke der damaligen Zeit – präzise gefertigt und obendrein von edlem Design.

Im Kramleraden beliebt  – die Ladenwaage

Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts und in traditionellen Läden bis heute, wurde oder wird die Ladenwaage verwendet. Diese praktische Waage wog nicht nur das Gewicht. An einer Skala konnte parallel dazu der Preis abgelesen werden.

Digitale Waagen

Heutzutage ersetzt die elektronische, digitale Waage fast in allen Bereichen die mechanische Waage. Die sogenannten Eichämter der Bundesländer sind in Deutschland für das gesetzliche Messwesen zuständig. Diese Ämter prüfen die Waagen, welche im Supermarkt oder im Laden um die Ecke im Einsatz sind, auf ordnungsgemäße Funktion.  Aller zwei Jahre werden diese Waagen geprüft.